Diabetes Typ 1 – Risiko für Neuropathie

Diabetes Typ 1 – Risiko für Neuropathie

Diabetes Typ 1 birgt die Gefahr von Nervenschäden. Alles über die Risikofaktoren und darüber, was Sie selbst tun können.

Die Zuckerkrankheit Diabetes Typ 1 entwickelt sich meist schon bei Kindern und Jugendlichen in jungen Jahren. Die Betazellen der Bauchspeicheldrüse werden zerstört und es mangelt am blutzuckersenkenden Hormon Insulin. Ein dauerhaft gut eingestellter Blutzuckerspiegel ist besonders wichtig, um Folgeerkrankungen zu vermeiden, zum Beispiel Nervenschäden. Diese sogenannte Neuropathie steht oft mit einem Vitamin-B1-Mangel in Verbindung. Lesen Sie, welche Risikofaktoren für die Neuropathie bekannt sind, wie Sie eine Unterversorgung mit Vitamin B1 beheben und was Sie selbst tun können, um Nervenschädigungen vorzubeugen.

Was ist Diabetes Typ 1?

Diabetes Typ 1 ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindesalter. Meistens zeigt sich die Zuckerkrankheit der jungen Patienten erstmals in der Pubertät zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr. Daher hieß diese Form der Zuckerkrankheit früher auch „Jugenddiabetes“ oder medizinisch „juveniler Diabetes“. Prinzipiell kann der Typ-1-Diabetes jedoch in jedem Lebensalter auftreten, auch erst bei Erwachsenen. Die weitaus häufigere Form – der Typ-2-Diabetes – hieß früher auch „Altersdiabetes“, weil er bevorzugt ältere Menschen betraf. Inzwischen erkranken aber auch immer mehr Kinder und Jugendliche an dieser Form der Zuckerkrankheit.

In Deutschland leben heute schätzungsweise 373.000 Menschen mit Diabetes Typ 1. Etwa 32.000 davon sind Kinder und Jugendliche. Und jedes Jahr erkranken etwa 3.100 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 17 Jahren neu daran.

Fachleute stufen Typ-1-Diabetes heute als sogenannte Autoimmunerkrankung ein. Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Strukturen an – in diesem Fall die Zellen der Bauchspeicheldrüse. Es zerstört bei den Patienten die insulinproduzierenden Zellen, die sogenannten Betazellen, die sich wiederum in den Langerhans-Inseln befinden. In der Folge bildet der Körper keine ausreichenden Mengen an Insulin mehr. Dieses Hormon ist jedoch lebenswichtig, weil es den Blutzuckerspiegel senkt. Ohne Insulin ist der Zuckerstoffwechsel erheblich gestört und die Blutzuckerwerte steigen an. Im Gegensatz zu Typ-2-Diabetes spielen beim Diabetes Typ 1 bestimmte Lebensstilfaktoren wie Übergewicht oder Bewegungsmangel keine Rolle bei der Entstehung des Diabetes. Sie können jedoch auch bei jüngeren Patienten zu einer Neuropathie (Nervenschädigung) beitragen.

Weil die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder kein Insulin mehr produziert, müssen Diabetiker mit Typ 1 ihrem Körper lebenslang Insulin zuführen, etwa als Spritzen oder mit Hilfe einer Insulinpumpe.

Diabetes Typ 1 – welche Risikofaktoren gibt es?

Typ-1-Diabetes kann einige Folgeerkrankungen nach sich ziehen, wenn der Blutzuckerspiegel nicht dauerhaft gut eingestellt ist. Der Zucker kann Schäden an den großen und kleinen Gefäßen verursachen und zu Schäden am Herz-Kreislauf-System, an den Nieren und Augen (diabetische Retinopathie) führen. Häufig sind auch die Nerven (diabetische Neuropathie) betroffen. Diese Nervenschäden können auch in einem diabetischen Fußsyndrom mit seinen typischen Symptomen münden. Weil das Schmerzempfinden bei einer diabetischen Neuropathie herabgesetzt ist, machen sich kleinere Wunden nicht mehr bemerkbar. Die Durchblutungsstörungen führen außerdem dazu, dass Wunden schlechter heilen.

Bekannt sind bei Diabetes mellitus einige Faktoren, die das Risiko für Nervenschäden aufgrund der Zuckerkrankheit erhöhen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • höheres Lebensalter
  • Dauer der Zuckerkrankheit – je länger ein Mensch Diabetes Typ 1 hat, desto höher ist das Risiko für die Neuropathie
  • Blutzuckerwerte, die über viele Jahre erhöht sind
  • häufige Stoffwechselentgleisungen bei Kindern und Jugendlichen
  • Gefäßkrankheiten
  • Nierenerkrankungen durch Diabetes
  • erhöhte Blutfette
  • Bluthochdruck
  • Rauchen
  • Alkohol
  • mangelnde Bewegung
  • Übergewicht
  • falsche Ernährung

Risiko für Neuropathie bei Diabetes Typ 1 senken – Tipps

Diabetiker mit Typ 1 können selbst einiges tun, um das Risiko für eine Polyneuropathie zu verringern. Auch das Fortschreiten der Nervenschäden (diabetische Neuropathie) lässt sich bremsen, wenn es Ihnen gelingt, einige Risikofaktoren in Schach zu halten.

  • Achten Sie von Beginn der Zuckerkrankheit an auf einen gut eingestellten Blutzuckerspiegel durch eine intensivierte Insulintherapie. Wenn Ihre Blutzuckerwerte langfristig im Normalbereich liegen, ist das Risiko für eine diabetische Neuropathie geringer.
  • Vitamin-B1-Mangel ausgleichen: Ein Mangel an Vitamin B1 (Thiamin) steht mit Nervenschäden in Verbindung. Die Unterversorgung kann eine Neuropathie auslösen oder verstärken. Mehrere Studien wiesen nach, dass die untersuchten Diabetiker 75 bis sogar 90 Prozent weniger Vitamin B1 im Blutplasma haben als Gesunde. Hier sind zwei Mechanismen am Werk: Erstens haben Menschen mit Diabetes einen erhöhten Vitamin-B1-Bedarf und zweitens scheidet ihr Organismus verstärkt Vitamin B1 über den Urin aus. Bei bis zu 50 Prozent der Betroffenen verläuft die Neuropathie asymptomatisch, bei der anderen Hälfte machen sich Schäden an den Nerven durch unangenehme Symptome bemerkbar – wie Kribbeln in den Beinen, Taubheitsgefühle, Brennen oder Schmerzen in den Füßen. Besonders nachts oder in Ruhe treten sie verstärkt auf. Wenn Sie den Vitamin-B1-Mangel als eine mögliche Ursache der Neuropathie beheben, bessern sich oft auch die neurologischen Symptome. Eine gute Behandlungsmöglichkeit ist der Wirkstoff Benfotiamin, eine Vorstufe des Vitamins B1. Der Körper kann Benfotiamin etwa fünfmal besser aufnehmen als „normales“ Thiamin.
  • Seien Sie ausreichend körperlich aktiv und bewegen Sie sich regelmäßig. Dies wirkt sich positiv auf Ihre Blutzuckerwerte aus. Es gibt Hinweise darauf, dass Bewegung und Sport nicht nur vegetativen Nervenschäden an den inneren Organen, sondern auch Symptomen von peripheren Nervenschäden vorbeugen können. Dazu gehören Kribbeln in den Beinen, Taubheitsgefühle, Brennen und Schmerzen in den Füßen. Das gilt übrigens nicht nur für Menschen mit Typ-1-, sondern auch mit Typ-2-Diabetes.
  • Verzichten Sie auf das Rauchen und versuchen Sie den Rauchstopp. Suchen Sie sich Unterstützung, wenn Sie es nicht alleine schaffen.
  • Trinken Sie Alkohol nur in Maßen oder verzichten Sie am besten ganz auf alkoholische Getränke – Alkohol verursacht ebenfalls Nervenschäden.
  • Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen. Bringen Sie vielfältige Nahrungsmittel auf Ihren Teller. Achten Sie auch auf die Nährstoffe in den Speisen und Getränken. Besonders wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B1, zum Beispiel über Vollkornprodukte, Weizenkeime oder Soja. Allerdings genügt die Aufnahme von Vitamin B1 über die Ernährung bei Diabetes oft nicht, weil Ihr Bedarf erhöht ist. Gleichen Sie einen bestehenden Thiaminmangel deshalb immer rechtzeitig aus, etwa mit Benfotiamin.
  • Sorgen Sie für ein gesundes Körpergewicht, denn dies wirkt sich günstig auf Ihre Blutzuckerwerte – und dadurch auch auf eventuelle Nervenschäden – aus. Wenn Sie übergewichtig sind, versuchen Sie, einige Kilos abzunehmen. Dies gelingt am besten durch eine gesunde, vollwertige Ernährung und genügend Bewegung.
  • Gehen Sie bei Typ-1-Diabetes spätestens fünf Jahre nach der ersten Diagnose zu einem Neuropathie-Screening. Wenn Sie bereits Symptome von Nervenschädigungen (diabetisches Fußsyndrom) haben, auch früher. Im Rahmen einer neurologischen Untersuchung überprüfen Ärztinnen und Ärzte, wie gut die Nerven der Füße und Beine funktionieren. Lassen Sie eventuelle Nervenschäden frühzeitig behandeln. Menschen mit Typ-2-Diabetes sollten das Screening direkt ab dem Zeitpunkt der Diagnose wahrnehmen. Unabhängig vom Diabetestyp sollten Sie die Kontrollen auf eine Neuropathie mindestens einmal pro Jahr wiederholen.
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Quellen:
  • Diabinfo – Das Diabetesinformationsportal, Online-Information, URL: https://www.diabinfo.de/leben/typ-1-diabetes.html (letzter Abruf am 14.5.2022).
  • Deutsche Diabetes Hilfe, Online-Information, URL: https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/kinder_mit_diabetes_typ_1_und_typ_2 (letzter Abruf am 14.5.2022).
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG), Online-Information, URL: https://www.gesundheitsinformation.de/diabetes-typ-1.html (letzter Abruf am 14.5.2022).
  • Diabinfo – Das Diabetesinformationsportal, Online-Information, URL: https://www.diabinfo.de/leben/folgeerkrankungen/nerven.html (letzter Abruf am 14.5.2022).
  • Anwar A, Ahmed Azmi M, Siddiqui J, et al. (May 08, 2020) Thiamine Level in Type I and Type II Diabetes Mellitus Patients: A Comparative Study Focusing on Hematological and Biochemical Evaluations. Cureus 12(5): e8027.
  • Thornalley et al. High prevalence of low plasma thiamine concentration in diabetes linked to a marker of vascular disease. Diabetologia. 2007;50(10):2164-7.
  • Diabetes News Media AG, Online-Information, URL: https://www.diabetes-news.de/nachrichten/folgeschaden-bei-diabetes (letzter Abruf am 14.5.2022).
  • Pop-Busui et al. Diabetes Care, 2017 Jan 40(1):136-154.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Online-Information, URL: https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/thiamin/ (letzter Abruf am 14.5.2022).
  • Nationale Versorgungsleitlinie „Neuropathie bei Diabetes im Erwachsenenalter“, Online-Information, URL: https://www.leitlinien.de/themen/diabetes/archiv/pdf/diabetes-neuropathie/dm-neuropathie-1aufl-vers2-kurz.pdf (letzter Abruf am 14.5.2022).
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